Eine Publikation der Binkert Medien AG
Linde-Stapler haben bei der Evaluation der Lonza AG die Nase vorn : Ausgabe 01/02/2014, 18.02.2014

Stets einen Schritt voraus

Das Chemie- und Pharmaunternehmen Lonza AG stellt an seinem Forschungs- und Produktions­standort in Visp/Wallis auf Flüssiggasstapler um und investiert in eine eigene Tankstelle sowie ein vollautomatisiertes Lager.

Lonza begann 1897 als kleines Elektrizitätswerk in der Schweiz, im Kanton Wallis, mit der Herstellung von Chemikalien. Heute, über 110 Jahre später, ist die Lonza AG ein weltweit tätiges Unternehmen im Bereich der Chemie und Biotechnologie mit mehr als 40 Forschungs- und Produktionsstandorten. Sie bietet sowohl Produkte als auch Custom-Manufacturing-Dienstleistungen für die Pharma-, Biotech- und Life-Sciences-Industrien an und hat ihren Hauptsitz in Basel. In Visp hat das Unternehmen eine kleine Stadt inmitten der Walliser Berge errichtet. Hier, am grössten Produktions- und Forschungsstandort, arbeiten rund 2700 Mitarbeitende. Beim internen Transport von technischem und chemischem Material, in den Produktionsbereichen und -anlagen sowie im Wareneingang und im Lager baut Lonza schon seit vielen Jahren auf die Unterstützung von Linde-Flurförderzeugen.

Benchmark-Analyse

Im Hinblick auf eine teilweise Erneuerung des bestehenden Fuhrparks führte Lonza nun im letzten Jahr eine Komplettanalyse der bestehenden Staplerflotte durch und verglich verschiedene Anbieter im Markt. Franzjosef Willisch, Projektmanager bei Lonza, erklärt: «Im Rahmen der Benchmark-Analyse betrachteten wir die Lebenszykluskosten der Stapler, deren Verbrauch und Unterhalt. Im direkten Vergleich zum Wettbewerb hatte Linde sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus ergonomischen Gründen die Nase vorn.» Letzteres bestätigten vor allem die Staplerfahrer, die während eines Zeitraums von vier Wochen diverse Testfahrzeuge zur Verfügung hatten.

Harter Einsatz

Die Geräte werden bei Lonza vielseitig eingesetzt. Es handelt sich um einen relativ harten Einsatz mit hohen und häufigen Hubvorgängen sowie schweren Lasten, die unter anderem auch auf diversen Anhängern gezogen werden. Das alles auf teilweise unebenem Boden. Hier konnte vor allem die gefederte Kabine sowie der ergonomisch gestaltete Arbeitsplatz überzeugen, und die Fahrer zogen ein klares Fazit zugunsten von Linde.

Umstellung auf Flüssiggas

Besonderes Augenmerk wurde auch auf den Verbrauch der Geräte gelegt. Hier ging es nicht nur um die Kosten des Treibstoffes, sondern aufgrund der bevorstehenden Umsetzung betreffend der Massnahmen zur Schweizer Luftreinhalteverordnung (LRV) auch darum, eine Nachrüstung der bestehenden Flotte mit Partikelfiltern zu umgehen. «Die Diskussion um Partikelfilter unterstützte unseren Entscheid, auf Flüssiggasstapler umzustellen. Dies hat natürlich auch den Vorteil, dass wir in den Produktionsanlagen und vor allem im Aussenbereich wesentlich sauberer arbeiten können», erläutert Willisch. Das Thema Sicherheit hat bei Lonza oberste Priorität (u. a. Chemische Gefahrenzone  1). «Wir wurden in Fragen zur Umstellung auf Flüssiggas optimal beraten. Da die neuen Gasstapler alle sicherheitsrelevanten Anforderungen erfüllen, haben wir den grossen Vorteil, dass wir die Geräte sowohl im Aussen- als auch im Innenbereich einsetzen können», ergänzt Stefan Andenmatten, Verantwortlicher für Stapler-anforderungen und Wiederbeschaffung. Die Gesamtflotte in Visp umfasste diverse Elektro- und Dieselfahrzeuge sowie in Gefahrenzonen explosionsgeschützte Fahrzeuge. Der Grossteil dieser Flotte ist in einem Full-Service-Rental-Vertrag mit Linde. Insgesamt 13 Dieselgeräte wurden nun komplett auf Flüssiggas umgestellt, sogar die Investition in eine eigene Tankstelle wurde getätigt. «Im Hinblick auf unseren Bedarf an Staplern und das Fehlen einer Tankstelle im Raum Visp/Oberwallis wurde uns schnell bewusst, dass wir eine eigene Tankstelle benötigen würden. Wir erstellten einen Business Case, und dieser unterstrich unsere Absichten für den Bau einer eigenen Tankstelle», erklärt Willisch.

Werkstatt vor Ort

Auch im Service liegen die Vorteile einer Zusammenarbeit mit Linde klar auf der Hand. Direkt auf dem Fabrikgelände wurde eine eigene Servicewerkstatt einge-richtet, in der Revisionen oder notwendige Reparaturen in kürzester Zeit erledigt werden. Ein Linde-Servicetechniker ist permanent vor Ort, sorgt so für einen rei-bungslosen Warenfluss auf dem Lonza-Gelände und betreut weitere Linde-Kunden im Wallis.

Pilotprojekt

Ein weiteres Highlight des Visper Standorts ist im Lager zu finden: zwei vollautomatische Hochregalgeräte von Linde. «Hierbei handelt es sich um ein Pilotprojekt in der Schweiz», erläutert Stefano Ghilardi, Vertriebsleiter bei Linde Lansing Fördertechnik AG. «Die besondere Herausforderung lag in den diversen Paletten, die die Fahrzeuge bewegen müssen. In diesem Lager befinden sich zwischen 2500 und 33 00 Euro-, Standard- und Chemiepaletten unterschiedlicher Grösse, die in 6 Lagergassen ein- und ausgelagert werden. Zudem sind die Fahrwege durch diverse Brandschutzanlagen, Türen und auch die beengten Platzverhältnisse sehr begrenzt. Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Projekt gemeinsam mit Lonza AG realisieren und so die ersten vollautomatisierten Linde-Kombi-Geräte in der Schweiz liefern konnten.» Die Fahrzeuge sind mit hydraulisch-symmetrischen Gabelzinkenverstellungen ausgerüstet und werden vom Lagerverwaltungsrechner gesteuert. Je nach Auftrag holt das Kombifahrzeug die Palette von der Palettenförderanlage ab und lagert diese bis zu einer Hubhöhe von 9,2 m ein oder bringt sie nach dem Auslagern zur Anlage zurück. Am Fahrzeug angebrachte Sensoren prüfen, ob ein Palettenplatz schon belegt ist oder nicht, im Notfall ist auch eine manuelle Bedienung der Geräte von unten möglich. Selbst die Ladung wird bei den beiden Kombifahrzeugen automatisch gesteuert, das Fahrzeug fährt bei Bedarf zur Ladestelle und wird durch bodenebene Ladekontakte geladen.

Auf Folgekosten geachtet

«Für uns ist wichtig, möglichst effizient zu arbeiten», erklärt Franzjosef Willisch. «Dies ist einer der Punkte, auf die schon bei der Entscheidungsfindung Wert gelegt wurde – nicht nur die Anschaffungskosten zählen, vor allem Folgekosten für Personal, Energie und Service machen den weitaus grösseren Anteil der Gesamtbelastung aus.» Andenmatten betont: «Mit Linde verfügen wir über einen zuverlässigen Partner, der unsere anspruchsvollen Anforderungen erfüllt.»


Info
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8305 Dietlikon
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Der Einsatz der Stapler bei Lonza ist relativ hart, mit hohen und häufigen Hubvorgängen sowie schweren Lasten, die unter anderem auch auf diversen Anhängern gezogen werden.


Die ersten beiden vollautomatisierten Linde-Kombi-Geräte sind im Lager von Lonza im Einsatz. (Bilder: Linde)