Eine Publikation der Binkert Medien AG
Tor-Restflächen-Abdichtungen verhindern Zugluft : Ausgabe 11/2014, 13.11.2014

«Vorhänge» im Hüllkurvenschnitt

Die Deutsche Bahn setzt im ICE-Segment Züge mit einer Länge von bis über 400 Metern ein. Reinigung und Service werden in Wartungshallen durchgeführt, die kürzer sind. Die DB ergänzt deshalb bestehende Hallenabschlusstore von Efaflex mit zusätzlichen Tor-Restflächen-Abdichtungen.

Das ICE-Betriebswerk in Berlin-Rummelsburg wurde 1997 eröffnet und 2001 weiter ausgebaut. Im Rahmen dieser Baumassnahmen hat Efaflex zunächst u. a. 13  grosse Falttoranlagen in modularer Aluminium/Stahl-Ausführung für den Schienenverkehr geliefert und montiert. Im Zuge an­schliessender Modernisierungsmassnahmen sind weitere 9 Efaflex Schnelllauf-Falt­tore, «SFT», und 3 Spiral-Schnelllauftore, «SST», zum Einsatz gekommen. Im Jahr 2012 bestand erstmals die Notwendigkeit, an 4  weiteren Öffnungen Tor-Restflächen-Abdichtungen, «TRFA», nachzurüsten. Der Einsatz von Tor-Restflächen-Abdichtungen zur Reduzierung von Zugluft hat sich im Betriebswerk in Berlin bestens bewährt. Die Züge überschreiten häufig eine Gesamt­länge von 400 Metern. Entsprechend lange Hallen zu bauen, ist meistens aus Platzgründen nicht realisierbar. Wenn der Zug also aus der Halle ragt, müssen die schnell­ laufenden Zufahrtstore an der betroffenen Hallen­seite erst automatisch offen bleiben. Dann kommen die zusätzlichen Tor-Restflächen-Abdichtungen, «TRFA», von Efaflex zum Einsatz: Die volltransparenten und motorisch entweder verschieb- oder faltbaren PVC-«Vorhänge» sind exakt nach der Hüllkurve des Zugs zugeschnitten. Die Konturen passen sich so perfekt an, dass der Luftaustausch auf ein Minimum reduziert und gleichzeitig eine konstante Temperatur erreicht wird. Hierdurch wird auch der Primärenergiebedarf signifikant reduziert. «Ohne Restflächen-Abdichtungen würde dann besonders in der kalten Jahreszeit jede Menge Kälte in die Halle strömen; das ist nicht gut für unsere Mitarbeiter.» Die klimatischen Bedingungen für das Personal sollten dauernd, und speziell während der Heizperiode, stabil gehalten werden», erklärt ein Mitarbeiter aus der Abteilung für Infrastrukturentwicklung und Bau der DB Fernverkehr AG in Berlin. Die ICE-Aussenreinigungsanlage aus dem Altbestand ist im Jahr 2013 um 50 Meter verlängert worden. Als neues Abschlusstor kam stirnseitig ein vollautomatisches, elektro-mechanisch schnelllaufend angetriebenes Efaflex Falttor «SFT» mit mittig zentrierten Fahrdrahtausschnitten, Isolierplatten und Bahnerdung zum Einsatz. Die Besonderheit bei diesem Projekt bestand in der Durchführung der Oberleitung durch das Tor direkt in den neuen Hallenabschnitt mit gleichzeitiger Abtrennung des alten Gebäudeteils durch Einbau einer motorisch fernsteuerbaren Tor-Restflächen- Abdichtung (TRFA), die die Waschhalle jetzt in zwei Bereiche trennt. «Die Anforderungen an Material und Ausführung waren hoch», erklärt der Verantwortliche. «Die Tor-Restfläche befindet sich im Inneren der Waschhalle, in der auch Chemikalien zur Reinigung verwendet werden und in der es ständig feucht ist. Deshalb sind u. a. die Stahlteile korrosionsfest nach DIN EN ISO 12944-2 «C4 lang» beschichtet. Die neue TRFA nimmt bei dieser Sonderanfertigung die gesamte Hallenbreite von fast 10 Metern ein. Ein ausschlaggebendes Kriterium war u. a., dass die klarsichtigen PVC-Materialien für erstklassige Sichtverhältnisse und besonders hohen Lichteinfall sorgen. Der Einbau der Anlage verlief nach präzisem Zeitplan, da die Montage im laufenden Betrieb erfolgen musste. Täglich passieren etwa 9 Züge die Anlage. Jährlich werden in der ICE-Aussenreinigungsanlage etwa 3000 Züge gewaschen. Ein langjährig bestehender Rahmenvertrag zwischen der DB und Efaflex erleichtert die Zusammenarbeit.


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