Eine Publikation der Binkert Medien AG
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Oliver Wittig, Logistikleiter Deutschland/Schweiz, Laundry & Home Care, Henkel AG : Ausgabe 11/2014, 13.11.2014

Partnership of Excellence

Henkel baute an seinem Hauptsitz in Düsseldorf-Holthausen ein neues zentrales Distributionszentrum für den Unternehmensbereich Laundry & Home Care, das im September offiziell eröffnet wird. Rund 35 Millionen Euro investierte das Unternehmen in den 16 000 Quadratmeter grossen Neubau.

Die Kapazität des Hochregallagers beträgt 90 000 Paletten. Wie schon bei anderen logistischen Projekten des Konzerns lieferte der österreichische Stahlverarbeiter voest­alpine Krems Finaltechnik den Stahlbau für das automatische Hochregallager.

Gisela Upmeyer von GMP in München stellte an Oliver Wittig einige Fragen zum Gesamtprojekt.

Gisela Upmeyer: Am Standort Düsseldorf hat Henkel seinen Verwaltungshauptsitz und auch die grösste Produktion des Geschäftsbereichs Laundry & Home Care. Welche Produkte werden hier hergestellt?

Oliver Wittig: Unsere «Flaggschiffe» sind Persil und Weisser Riese. Insgesamt haben wir für alle Artikel in Form von flüssig, Pulver oder Tabs circa 15 Produktions­linien.

Bisher waren vier Verteilerzentralen an den Standorten Düsseldorf, Genthin und Stuttgart in das Logistikkonzept eingebunden. Warum hat man sich mit der neuen Lösung für ein zentrales Distributionslager in Düsseldorf entschieden?

Der grosse Vorteil liegt darin, dass das Lager direkt an die Produktion angebunden ist. Düsseldorf ist auch heute noch unser grösster Produktionsstandort weltweit. Nahezu alle Wasch- und Reinigungsmittel, die in den Regalen im deutschen Einzelhandel stehen, kommen von hier. Durch das neue Zentrallager entfallen gleichzeitig die Nachschubtransporte zwischen den Lagern. Diese Lösung ist also wirtschaftlich und nachhaltig.

Nachhaltigkeit ist für Henkel ein wichtiger Faktor. Gerade haben Sie in der Verantwortung des Unternehmensbereichs Laundry & Home Care für das nachhaltige Wirtschaften im Bereich Transport und Logistik den «Lean and Green Award» erhalten. Damit werden Unternehmen geehrt, die mit konkreten Nachhaltigkeitsmassnahmen den CO2-Ausstoss ihrer Logistikprozesse nachweislich senken.

Mit der neuen Lösung wurden die Transportstrukturen gestrafft, und somit kann der CO2-Ausstoss zukünftig um 8 Prozent reduziert werden. Das ist eine wichtige Massnahme für das Ziel, innerhalb der nächsten fünf Jahre eine CO2-Reduzierung von 20 Prozent zu erreichen.

Für welche Leistung wird ein Lager bei einem Konzern wie Henkel konzipiert?

Das neue Lager ist für 90 000 Paletten ausgelegt. In den drei Gassen sind übereinander fünf Quertransportwagen für jeweils zwei der insgesamt zehn Ebenen zuständig. Damit ist ein hoher Automatisierungsgrad mit viel Flexibilität gegeben. Wir haben einen hohen Durchsatz: In Spitzen bis zu 200 Prozent. Durch die 15  Trolleys erreichen wir mehr Geschwindigkeit als mit normalen Regalbediengeräten und können 360 Einzel- und Doppelspiele fahren.

Welche Besonderheiten ergeben sich für den Stahl und das Regal?

Der Stahl wurde in unserem Fall nur teilweise verzinkt, da die Paletten und gelagertes Papier Feuchtigkeit aufnehmen und für eine trockene Atmosphäre im Lager sorgen. Verzinkt wurden nur die äusseren Stahlreihen an der Aussenwand in Hinsicht auf Kälte und Kondenswasser.

Es gibt schon mehrere Projekte, welche Henkel zusammen mit dem Stahlregalhersteller voestalpine Krems Finaltechnik realisiert hat. Worauf gründet die Zufriedenheit, dass man sich wieder für diesen Geschäftspartner als Stahllieferant entscheidet?

Ein gutes Produkt und eine verlässliche Dienstleistung. Das Produkt hat sich in unseren Projekten bewährt, und die Montage ist auch jetzt in Düsseldorf wieder zu unserer vollen Zufriedenheit verlaufen. Henkel legt zum Beispiel grossen Wert auf das Thema Sicherheit, das heisst, dass Arbeitsunfälle vermieden werden. Es gab beim Aufbau des Stahlgerüsts nicht einen Zwischenfall.

Dann wünschen wir Ihnen dies auch weiterhin für die Zukunft! Vielen Dank für das informative Gespräch.

GMP, Gisela Upmeyer
DE-80976 München, office@gmp-muenchen.de, www.gmp-muenchen.de


Info
voestalpine Krems Finaltechnik GmbH
AT-3500 Krems
Tel. +43 503 0414 265
Fax +43 503 0454 716
lagertechnik.vakf@voestalpine.com
www.voestalpine.com/finaltechnik


Henkel AG & Co. KG
DE-40589 Düsseldorf
Tel. +49 211 797 0
corporate.communications@henkel.com
www.henkel.de



Aussenansicht des neuen Zentrallagers von Henkel in Düsseldorf. (Bilder: Henkel)


Oliver Wittig: «Henkel legt zum Beispiel grossen Wert auf das Thema Sicherheit, das heisst, dass Arbeitsunfälle vermieden werden. Es gab beim Aufbau des Stahl­gerüsts nicht einen Zwischenfall.»