Eine Publikation der Binkert Medien AG
MTU Aero Engines AG München entscheidet sich für Schnelllauftore von Efaflex : Ausgabe 03/2014, 18.03.2014

Massstab der Torbautechnologie

Die MTU ist Deutschlands führender und einziger unabhängiger Hersteller von Triebwerkskomponenten und weltweit eine feste Grösse. Am Unternehmenssitz in München wurde im Frühjahr 2013 das Blisk-Kompetenzzentrum in Betrieb genommen. Die neue Fertigungshalle 077 wird nach aussen von acht hochisolierenden Schnelllauftoren von Efaflex abgeschlossen.

Der hohe Isolationsgrad der Schnelllauf­tore war eine wichtige Grösse für die Auswahl der Tore. Ebenso die schnelle Öffnungs- und Schliessgeschwindigkeit. «In dieser Halle werden Blisks (Blade Integrat­ed Disks) gefertigt. Das sind Hochtechnologiebauteile, die integral aus einem Stück gefräst werden und mehr und mehr in modernen Triebwerksverdichtern zum Einsatz kommen», erklärt Maximilian Stärfl, Projektmanager Neubau, der für die Planung und Statik der neuen Halle verantwortlich zeichnet. «Für die Herstellung der Blisks brauchen wir eine konstante Temperatur von 21 Grad Celsius ±0,5 Grad in der Halle. Temperaturschwankungen würden zu Ungenauigkeiten führen, die wir uns in der Triebwerkstechnologie überhaupt nicht leisten können.»

Temperaturstabilität

In die Halle integrierte Messkabinen, in denen die Bauteile per Laser auf Unregel­mässigkeiten abgetastet werden, unterliegen einer speziellen Temperaturüberwachung, da hier so gut wie keine Temperaturdifferenzen auftreten dürfen. Lochbleche vor den Fenstern lassen genügend Licht in die Halle, unnötige Sonnenstrahlen bleiben so draussen. Auch die Rauchabzugsklappen im Hallendach lassen keine direkte Sonneneinstrahlung in das Innere. Eine Belüftungsan­lage, deren Zentrale auf dem Hallendach die Grösse von drei Einfamilienhäusern locker aufwiegt, sorgt für eine konstante, zugluftfreie Belüftung der Fertigungshalle. Weitwurfdüsen verteilen die Frischluft sanft im Gebäude. Damit auch beim Öffnen der Aussentore keine Temperaturdifferenz auftritt, haben sich die Planer für Torschleusen entschieden. Nach dem Einfahren eines Fahrzeugs wird zunächst erst ein Tor wieder geschlossen, bevor das zweite Tor geöffnet wird. Das gilt für den direkten Zugang in die Halle wie auch für die Schleusen zur Anlieferung und Abholung von Material und Produkten. Die zent­rale Schmierstoffanlage, in der die Späne aus dem Schmierstoff gefiltert werden, ist ebenfalls durch eine Torschleuse von der Halle getrennt. Die neue Blisk-Fertigung gilt als die weltweit modernste Fertigung für Triebwerksteile dieser Art. Herzstück des auf optimierten und automatisierten Prozessabläufen basierenden Produktionskonzeptes ist ein 96 Meter langes Hauptverteilsystem. Der Leitrechner des Systems errechnet die Arbeitsplatzbelegung der gesamten Halle und transportiert die Bauteile zu den einzelnen Maschinen.

Energieeffizienz

Nicht nur beim Fertigungskonzept, sondern auch bei der Planung und Kons­truktion der Halle 077 standen Energie­effizienz und Wirtschaftlichkeit absolut im Vordergrund. Brunnenwasserkühlung und Wärmegewinnung mit einer Wärmepumpe sorgen neben modernster Lüftungstechnologie dafür, dass das neue Gebäude im Vergleich zum Altbestand etwa zwei Drittel Energiekosten einspart. «Die Efaflex- Tore passen entsprechend der Vorgaben und Richtwerte für Aussentore perfekt in dieses Konzept», hebt Maximilian Stärfl hervor. Der Einbau der Tore des Spezialisten für Schnelllauftore aus dem niederbaye­rischen Bruckberg begann sporadisch vor etwa 15 Jahren. «In den vergangenen fünf Jahren haben wir ausschliesslich Tore von Efaflex eingebaut, inzwischen haben sie im gesamten Werk einen Anteil von etwa 80 Prozent. Sicher ginge es billiger. Aber die Tore machen technisch den besten Eindruck und Efaflex ist qualitativ der beste Torlieferant. Im Vergleich zu anderen Herstellern weisen diese Tore die wenigsten Mängel auf.»


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