Eine Publikation der Binkert Medien AG
Gebrüder Weiss kooperiert mit dem Know-how-Führer im Bereich der Batterieladung : Ausgabe 04/2014, 17.04.2014

Gemeinsam in die Zukunft

Der österreichische Logistikdienstleister Gebrüder Weiss stellte sein Beschaffungsprozedere bei den Flurförderzeugen und den zugehörigen Energiepaketen aus Gründen der TCO (Total Cost of Ownership) um. Angewendet wird die Einzelbetrachtung der Fahrzeuge, Batterien und Batterieladegeräte. Mit ins Boot holte der Logistikspezialist im Rahmen eines Kooperationsvertrages die Sparte Batterieladesysteme der Fronius International GmbH.

Bei Gebrüder Weiss ist eine grosse Schar von Flurförderzeugen im Einsatz. So sind in den 80 Niederlassungen rund 1100 Geräte – vorrangig mit Elektroantrieb – unterwegs. «Die Flurförderzeuge müssen bei Gebrüder Weiss den unterschiedlichsten Anforderungen standhalten», betont Lukas Strobl vom Zentraleinkauf. «An manchen Standorten kommen die Fahrzeuge nahezu ganztägig zum Einsatz, das sind bis zu 20 Stunden an 7 Tagen in der Woche. Vor allem zu Spitzenzeiten müssen die Warenströme rasch und effizient abgewickelt werden. Für uns ist es sehr wichtig, sich auf die Geräte verlassen zu können. Ausfälle wären teuer und aufwendig.» Bei dieser Fülle von Elektro-Flurförderzeugen, ihren Antriebsbatterien und den dazugehörenden Ladegeräten lohnt es sich, bei Neu- oder Ersatzbeschaffungen die TCO, die Total Cost of Ownership, näher zu betrachten. Wenngleich die Antriebsbatterie und das Batterieladegerät, das sogenannte Energiepaket, je nach Fahrzeugtyp nur 10 bis 25 Prozent der Beschaffungskosten ausmachen, haben beide Systemteile einen bedeutenden Einfluss auf die Betriebskosten. Dies liegt vor allem an den steigenden Energie- und hohen Batteriekosten. Zudem beeinflusst das Energiepaket die Dimensionierung der technischen Infrastruktur eines neuen Lagers oder Logistik­zentrums, wie z. B. Stromanschlüsse, Massnahmen zur Blindstromkompensation, Platzbedarf oder Belüftungsanlagen von Batterieladeräumen. Oftmals ist der Stapleranbieter der einzige Ansprechpartner für das einkaufende Unternehmen, da man aus Anwendersicht das Dreigestirn «Flurförderzeug, Antriebsbatterie und Batterieladegerät» als eine Einheit wahrnimmt. So war es in der Vergangenheit auch bei Gebrüder Weiss. Jetzt ging das Unternehmen dazu über, das Flurförderzeug, die Antriebsbatterie und das Batterieladegerät einzeln zu betrachten. Beim Beschaffungsprozess des Dreigestirns bewertete Gebrüder Weiss alle Lieferanten anhand unterschiedlicher Kriterien wie Qualität, Vertriebsstruktur und Kosten. Da Fronius laut Lukas Strobl «vor allem durch seinen technologischen Vorsprung gegenüber den Mitbewerbern überzeugte», entschloss man sich zur Zusammenarbeit mit den Batterieladesystemspezialisten und unterschrieb eine Kooperationsvereinbarung. Mit «technologischem Vorsprung» meint Strobl vor allem die «Selectiva»-Ladegeräte-Generation für die Intralogistik, die auf der bewährten «Active Inverter Technology» basiert und deren Hauptmerkmal der Ri-Ladeprozess mit individueller Kennlinie ist. «Ri» steht für den Innenwiderstand der Batterie, ein batteriespezifischer Wert, der sich während des Ladens und Entladens durch die sich wandelnde Säurekonzentration und andere Effekte verändert. Das Besondere der neuartigen Ri-Kennlinie ist, dass durch die Messung des Innenwiderstands nicht der Ladestrom, sondern die Ladespannung vorgegeben wird. Diese sorgt dafür, dass sich der Ladestrom selbsttätig dem Verlauf der Innenwiderstandskurve der Batterie anpasst. Die Batterie erhält somit in jeder Phase des Ladens nur den Strom, den sie auch aufnehmen kann, und wird nicht überladen.


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Es lohnt sich, bei Elektro-Flurförderzeugen, Antriebsbatterien und Ladestationen die Total Cost of Ownership (TCO) einzeln zu betrachten. (Bild: Gebrüder Weiss)