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Sulzer-Konzern schlägt Fronius-Ladestationen zum Vorzeigeprojekt des Jahres 2014 vor : Ausgabe 09/2014, 18.09.2014

Komplettlösung aus einer Hand

Die Sulzer Mixpac AG setzt in der Intralogistik auf die Batterieladetechnologie und das Know-how von Fronius. Ausschlaggebend für die Entscheidung waren neben dem neuartigen Ri-Ladeprozess die normgerechten Lade- und Sicherheitsmodule.

Die neuen Ladestationen sorgten im gesamten Sulzer-Konzern für grosse Aufmerksamkeit und wurden intern als «Top-Verbesserungen» zur Wahl als Vorzeigeprojekt des Jahres vorgeschlagen.

Als Business Unit der Sulzer AG gehört die Sulzer Mixpac AG mit Sitz in Haag, Kanton St. Gallen, zu den weltweit führenden Herstellern von Systemlösungen für das Mischen, Dosieren und Austragen von Zweikomponentenmaterialien. Verwendung finden ihre Produkte im Bauwesen, in der Industrie sowie im medizinischen Bereich.

Neue Technologien gefragt

Die Intralogistik spielt bei Sulzer Mixpac eine gewichtige Rolle – werden in Haag doch täglich beeindruckende Material- und Warenflüsse verschoben. Gerade in Spitzenzeiten müssen die Warenströme rasch und effizient abgewickelt werden, denn Ausfälle wären teuer und zeitaufwendig. Die eingesetzten 14 Flurförderzeuge, grösstenteils von Jungheinrich, müssen deshalb jederzeit verfügbar sein.

Systemlösung

Um auch in Zukunft den zunehmenden Warenfluss bewältigen zu können, wurde es notwendig, die in die Jahre gekommenen, herkömmlichen Ladegeräte mit 50-Hertz-Trafotechnik durch eine zeitgemässe Technologie zu ersetzen. Sulzer Mixpac suchte daher nach einem Anbieter, der die Bedürfnisse einer modernen Intralogistik versteht und komplette Systemlösungen rund um das Batterieladen anbieten kann. Zusätzlich mussten anspruchsvolle Parameter erfüllt werden: batterieschonende Technologie, sicherer Ladebetrieb, flexible Lade­prozesse, Benutzerfreundlichkeit, Energieeffizienz und Investitionssicherheit, um die wichtigsten Vorgaben zu nennen. In der Firma Fronius Schweiz AG fand Sandro Zoa, Leiter Logistik der Sulzer Mixpac, einen verlässlichen und kompetenten Partner, der alle Anforderungen erfüllte. Im ersten Schritt tauschte Sulzer Mixpac die ältesten 50-Hz-Ladegeräte gegen Selectiva-Batterieladesysteme aus. Zusätzlich wurden die Batterieladestationen mit einem Sicherheits- und mehreren Lademodulen 2000 von Fronius ausgestattet. Das Lademodul 2000 kann ein oder mehrere Fronius-Batterieladesysteme aufnehmen. Die Module – ausgestattet mit den obligatorischen Warnhinweisen – sind standsicher und mit einer Bodenbefestigung gesichert. Ein zusätzlicher Rammschutz verhindert mögliche Beschädigungen durch Anfahren der Flurförderzeuge.

Die Batterien, Batterieladesysteme und zugehörigen Flurförderzeuge wurden sauber beschriftet, sodass es für den Staplerfahrer einfach ist, den passenden Batterie­ladeplatz für das jeweilige Fahrzeug zu eruieren. Es entstand eine normgerechte und benutzerfreundliche Lösung.

Arbeitssicherheit verbessert

Auch was die Arbeitssicherheit betrifft, hat man sich bei Sulzer Mixpac – in Zusammenarbeit mit Fronius Schweiz – Gedanken gemacht. Neben den Sicherheitshinweisen auf den Lademodulen gibt es auch ein spezielles Sicherheitsmodul mit Erste-Hilfe-Kasten, einem Feuerlöscher, einer Augendusche und den Sicherheitsvorschriften in gedruckter Form. Alle notwendigen Sicherheits- und Brandschutzvorschriften für die Ladestation werden somit erfüllt. Die Batterieladesysteme wurden zudem mit der Option «externer Start/Stopp» ausgestattet. Werden bei laufendem Ladeprozess die Ladekabel getrennt, wird eine Funkenbildung verhindert. Die Gefahr einer Knallgasexplosion und die langfristige Beschädigung der Lade­kabel werden hierdurch vermieden.

Kosten runter – Batterielebensdauer rauf

Klare Vorgaben waren auch die Reduzierung von Energiekosten und CO2-Emissio­nen sowie der schonende Umgang mit Ressourcen. Die Fronius «Active Inverter Technology» mit dem revolutionärem Ri-Ladeprozess geht zu 100 Prozent in diese Richtung – die Energiekosten werden reduziert und parallel wird die Lebensdauer der Batterie maximiert. Der technische Hintergrund des neuartigen Ri-Ladeprozesses ist ebenso einfach wie clever. Nach dem Verbinden des Ladesteckers mit der Batterie wird ihr aktueller Zustand permanent ermittelt. Das heisst, es wird geprüft, ob es sich um eine alte oder neue Batterie handelt, wie hoch ihre Temperatur ist und wie weit sie entladen ist. Anhand dieser Informationen passt die Ladegerätesoftware die einzelnen Ladephasen, also den optimalen Strombedarf, entsprechend an. Damit ist jeder einzelne Ladezyklus ein Unikat mit individueller Kennlinie, der besonders energieeffizient ist und die schädliche Erwärmung der Batterie minimiert. Dank dieser Technik erreichen die neu entwickelten «Selectiva»-Geräte mit Ri-Ladeprozess einen Ladewirkungsgrad, der bislang nicht vorstellbar war, nämlich 90 Prozent. Zusammen mit dem Gerätewirkungsgrad, den Fronius mit wirtschaftlich vertretbaren Mitteln auf 93 Prozent gebracht hat, ergibt sich ein Gesamtwirkungsgrad von 84 Prozent.

Überzeugendes Konzept

Sandro Zoa ist beeindruckt von der Leistung der neuen Ladegeräte: «Durch den hohen Gesamtwirkungsgrad senken sich unsere Energiekosten um 20 bis 30 Prozent. Auch unsere Stapler fahren deutlich länger, was unsere Betriebskosten beträchtlich entlastet.» Das neue Konzept der Ladestationen kommt bei den Staplerfahrern sehr gut an. Es erleichtert den Mitarbeitenden, den Überblick und die Ordnung zu wahren. Auch innerhalb der Konzernorganisation sorgte das Projekt für positives Feedback. So wurde es im Rahmen des Programms «Top-Verbesserungen» intern kommuniziert und nach kurzer Zeit zum Vorzeigeprojekt des Jahres vorgeschlagen.


Info
Fronius Schweiz AG
8153 Rümlang
Tel. 0848 Fronius (3766487)
Fax 0800 Fronius (3766487)
sales.switzerland@fronius.com
www.fronius.com/intralogistik



Die neuen Ladestationen sorgten im gesamten Sulzer-Konzern für grosse Aufmerksamkeit und wurden intern als «Top-Verbesserungen» zur Wahl als Vorzeigeprojekt des Jahres vorgeschlagen. (Bilder: Fronius)


Sandro Zoa, Leiter Logistik der Sulzer Mixpac (links), fand mit der Firma Fronius Schweiz AG, vertreten durch Reto Baumgartner, einen verlässlichen und kompetenten Partner.