Eine Publikation der Binkert Medien AG
05.11.2014

Kion-Gruppe legt zu

Die KION Group hat im 3. Quartal 2014 trotz gedämpfter Weltkonjunktur auf breiter Front spürbar zugelegt. Dank der Dynamik im Kernmarkt Westeuropa sowie in Asien und Osteuropa wuchs der wertmäßige Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresquartal um mehr als 9 Prozent auf 1,142 Mrd. Euro. Während die KION Group zwischen Juli und September verglichen zum Vorjahr ein Umsatzwachstum von mehr als 5 Prozent erzielte, legte das operative Ergebnis EBIT[1] signifikant über 11 Prozent zu. Die EBIT[1]-Marge kletterte im Berichtsquartal entsprechend von 9,3 auf 9,8 Prozent. Als einer der beiden größten Anbieter von Gabelstaplern, Lagertechnik und verbundenen Dienstleistungen wuchs die KION Group bei den Stückzahlen im 3. Quartal um 10,0 Prozent. Der Gesamtmarkt kam auf ein Plus von 6,4 Prozent. Von Januar bis September erzielte die KION Group einen Zuwachs von 8,9 Prozent, der gesamte Markt 8,3 Prozent. In China wie auch in Osteuropa übertraf die KION Group ebenfalls die Marktdynamik. Im größten Einzelmarkt China legten die Bestellungen im 3. Quartal um 8,9 Prozent und im Neunmonatszeitraum um 14,6 Prozent zu. Derweil stieg der Auftragseingang in Osteuropa im 3. Quartal um 16,3 Prozent, während das Plus von Januar bis September 11,8 Prozent betrug. In Westeuropa wuchs die KION Group nach Stückzahlen im 3. Quartal um 11,5 Prozent sowie im Neunmonatszeitraum um 10,4 Prozent und damit jeweils leicht unter dem Markt. "Unser Erfolg im 3. Quartal und im Neunmonatszeitraum 2014 ist auch Ergebnis unseres starken Servicegeschäfts mit seinen stabilen Umsätzen und attraktiven Margen. Damit hat die KION Group abermals die Schlagkraft ihres integrierten Geschäftsmodells bewiesen", sagte der Vorstandsvorsitzende der KION Group, Gordon Riske. "Unsere Widerstandfähigkeit gegen eine eingetrübte Weltkonjunktur wird zusätzlich gestärkt, weil unsere Kundenbasis sehr vielfältige Branchen umfasst." Der Weltmarkt für Flurförderzeuge ist im 3. Quartal und im Neunmonatszeitraum 2014 im Vergleich zum Vorjahr weiter gewachsen. Vor allem getrieben durch Zuwächse in Westeuropa und China gingen im 3. Quartal weltweit Bestellungen von rund 260.500 Fahrzeugen und damit 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr ein (Q1-Q3 2014: 816.800, +8,3 Prozent). Westeuropa legte im 3. Quartal um 13,7 Prozent zu (Q1-Q3: +12,6 Prozent), China um 6,7 Prozent (Q1-Q3 2014: +12,2 Prozent). In Osteuropa wuchs der Markt zwischen Juli und September um 5,3 Prozent und im Neunmonatszeitraum 2014 um 2,4 Prozent.

Geschäftsentwicklung im Detail
Der Auftragseingang der KION Group wuchs im 3. Quartal um 10,0 Prozent auf 35.300 Einheiten. Von Januar bis September 2014 erzielte das Unternehmen ein Plus von 8,9 Prozent auf 115.200 Fahrzeuge. Der Wert des Auftragseingangs übertraf sowohl im 3. Quartal wie auch im Neunmonatszeitraum das Vorjahresniveau substantiell: Zwischen Januar und September 2014 legte der Auftragseingang in Euro um 8,2 Prozent auf 3,566 Mrd. Euro zu. Im 3. Quartal lag das Plus bei 9,2 Prozent, der Auftragseingang erreichte 1,142 Mrd. Euro. Der Auftragsbestand belief sich zum 30. September 2014 auf 806,4 Mio. Euro, 16,3 Prozent mehr als zum Jahresende. Der Konzernumsatz übertraf im 3. Quartal mit 1,139 Mrd. Euro das hohe Niveau des Vorjahres (Q3/2013: 1,082 Mrd. Euro) um 5,2 Prozent. Im Neunmonatszeitraum lag der Umsatz mit 3,372 Mrd. Euro leicht über dem Vorjahreswert (Q1-Q3 2013: 3,317 Mrd. Euro). Maßgeblichen Beitrag leistete das starke Servicegeschäft. Bereinigt um Währungseffekte in Höhe von 39,7 Mio. Euro betrug das Umsatzplus 2,9 Prozent. Das operative Ergebnis EBIT[1] kletterte im 3. Quartal um 11,3 Prozent auf 111,8 Mio. Euro. Im Neunmonatsvergleich lag es mit 308,7 Mio. Euro leicht über dem Niveau des Vorjahres (Q1-Q3 2013: 300,9 Mio. Euro). Das Minus von 22,1 Prozent beim unbereinigten EBIT im 3. Quartal ist vor allem auf die nicht zahlungswirksame Wertminderung einer 30-prozentigen Beteiligung an der Linde Hydraulics in Höhe von 32,0 Mio. Euro zurückzuführen, die das at-equity Ergebnis belastet. Ein gegenläufiger Effekt entstand durch eine Neubewertung der mit Linde Hydraulics verbundenen Optionen, der im Finanzergebnis ausgewiesen wurde. Das Konzernergebnis betrug im 3. Quartal 58,0 Mio. Euro, deutlich mehr als im Vorjahresquartal (11,0 Mio. Euro). Diese Steigerung ergibt sich neben dem operativen Ergebniszuwachs aus dem verbesserten Finanzergebnis, das insbesondere die Effekte der Refinanzierungen seit dem Börsengang widerspiegelt. Nach neun Monaten betrug das Konzernergebnis unterdessen 118,6 Mio. Euro; im Vergleichszeitraum 2013 waren es 81,3 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie lag im Neunmonatszeitraum bei 1,19 Euro (Q1-Q3 2013: Ergebnis je Aktie pro forma 0,82 Euro). Der Free Cashflow stieg von 50,7 Mio. Euro im 3. Quartal 2013 auf 77,7 Mio. Euro im Vergleichszeitraum 2014. Grund waren vor allem Mittelzuflüsse aus dem verbesserten operativen Geschäft. Der Gesamtaufwand für Forschung und Entwicklung lag im 3. Quartal bei 28,8 Mio. Euro (Q1-Q3 2014: 88,0 Mio. Euro), nach 28,2 Mio. Euro im Vorjahresquartal (Q1-Q3 2013: 85,5 Mio. Euro). Damit betrug der F&E-Anteil am Umsatz im 3. Quartal 2,5 Prozent (Q1-Q3 2014: 2,6 Prozent), nach 2,6 Prozent im Vorjahresquartal (Q1-Q3 2013: 2,6 Prozent). Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich zum Stichtag 30. September 2014 im Vergleich zum Stand Jahresende 2013 auf 22.724 (+2,0 Prozent).

KION GROUP AG in den MDAX aufgenommen
15 Monate nach ihrem Börsengang ist die KION GROUP AG am 22. September 2014 in den MDAX aufgenommen worden. Durch den Aufstieg in das Mid-Cap-Segment wird die KION Aktie für Investoren noch sichtbarer und attraktiver. Zuvor war die Aktie etwa ein Jahr im Kleinwerte-Index SDAX notiert.

www.kiongroup.com