Eine Publikation der Binkert Medien AG
Krananlagen nach Mass und Hightech-Innovationen als Kernkompetenz : Ausgabe 10/2015, 12.10.2015

«Mit Simi sind wir auf dem richtigen Weg»

Die Gersag Krantechnik AG lud am 28. und 29. August 2015 zum «Tag der offenen Tür» nach Reiden ein. Die zahlreich erschienenen Gäste konnten sich vor Ort von der Innovationskraft des Unternehmens überzeugen.

Zum 25-Jahr-Jubiläum machte sich die Gersag selber ein Geschenk, das einen Meilenstein in der Krantechnologie darstellt: Dem grossen Stapelkran mit einer maximalen Tragkraft von 8000 kg wurde eine «kleinere Schwester» zur Seite gestellt – der Simi-Stapelkran. Firmenchef Markus Sager informierte im Rahmen einer Pressekonferenz über die Vorzüge der Weltneuheit.

Neue Ära eingeläutet

Mit Simi repräsentiert die Gersag Krantechnik AG eine neue Ära der Industrialisierung in der Fördertechnik. Was auf der Ligna 2013 in Hannover noch als Konzeptstudie gezeigt wurde, hat seine Vollendung gefunden. Getreu dem Grundsatz «Innovative Krantechnik» wird mit der Vorstellung von Simi untermauert, dass den Ideen auch Taten folgen. Inhalten wird mehr Wert eingeräumt, als es den Anschein macht. Mit erstklassiger Forschung und bestem Fachwissen sowie grosser Leidenschaft wurde das Projekt Simi realisiert. Bei Gersag ist das Team stets bereit, das Beste zu geben. Kein Wunder, denn hinter dem Markenzeichen Gersag verbirgt sich eine 25-jährige Tradition einer inhabergeführten Firma. Fingerspitzengefühl zeigt auch Firmeninhaber Markus Sager, hat er doch das neue Produkt auf die Kurzform des Vornamens seiner Tochter «getauft». Mit Simi ist er tatsächlich auf dem richtigen Weg – sowohl menschlich als auch technologisch.

Warum Stapelkran?

Als universelles Transportmittel wird der Stapelkran hauptsächlich für die Lagerung und Fertigung eingesetzt. Im Gegensatz zum herkömmlichen Gabel- oder Seitenstapler sind keine Fahrgassen nötig, da er von oben arbeitet. Der Teleskoparm ist am Ein- oder Zweiträgerkran aufgehängt und kann flächendeckend eingesetzt werden – sogar über Gestelle und andere Hindernisse hinweg. Ein grosser Vorteil ist der geringe Platzbedarf. Selbst ein Seitenstapler braucht mindestens eine Gasse, die Fahrzeugbreite hat. Nicht so der Gersag-Stapelkran. Die Gabelzinken sind um 90° schwenkbar, sodass nur eine sehr schmale Gasse nötig ist, damit der Hubmast durchpasst. Dieser lässt sich um 360° endlos drehen. Zum Beladen, beispielsweise eines schräg stehenden Lkw, lässt sich die Gabel um ± 5° neigen.

Der Gabelabstand kann von 600 mm für Euro-Paletten bis zu 3600 mm für Holzbalken oder Stahlbleche verstellt werden. Jedes Transportgut kann so optimal und sicher bewegt werden. Optional lässt sich der Stapelkran mit Vakuum- oder Magnetgreifern ausrüsten. Wechselsysteme für verschiedene Lastaufnahmemittel oder Anbaugeräte sind ebenfalls möglich.

Der Stapelkran lässt sich wie üblich durch Flur- oder Funkfernsteuerung bedienen. Eine programmierte, vollautomatische Variante ist als Option erhältlich: beispielsweise für die Bedienung eines Palettenregals. Dank Wegmesssystemen ist die Steuerung stets informiert, wo sich der Kran gerade befindet. In Kombinationen bedient dieses «Multitalent» z. B. den hinteren Hallenteil als automatisches Blechlager, im vorderen Hallenteil unterstützt er manuell gesteuert die Produktion.

Schnell und dynamisch

Simi kann bis zu 1500 kg transportieren. Schnelligkeit und Dynamik zeichnen den neuen Stapelkran aus. Gehoben wird mit bis zu 25 m/min (stufenlos), Katzfahren erfolgt mit bis zu 40 m/min (stufenlos) und das Kranfahren wird mit bis zu 63 m/min (stufenlos) absolviert. Das Drehen um 360 ° erfolgt endlos mit drei bis vier Umdrehungen pro Minute. Der Zinkenabstand beträgt 2000 mm, ist aber auch kundenspezifisch erhältlich. Die Zinkenlänge wird mit 1100 mm angegeben, der Lastschwerpunkt mit 600 mm. Die Zinken können in der Neigung eingestellt werden. Ebenso ist das Einschwenken um 90 ° (oder kundenspezifisch) möglich. Die Vakuumtraverse ist in den Gabelträger integriert. Bei einer Hublast von bis zu 600 kg können Holzbinder mit einer Länge von drei bis sechs Metern aufgenommen werden. Die Abmessungen der Saugfläche richten sich nach dem Sauggut. Die Saugfläche ist um 90 ° drehbar. Die Saugkammern sind einzeln abschaltbar.

Als Optionen stehen zur Verfügung:

eine frei programmierbare Steuerung für die Automatisierung

Wegmesssysteme für alle Achsen

eine Waage zur Kontrolle des aufge­nommenen Gewichts der Last

ein zweiter Seilzug für den Lasten­transport

ein Wechselsystem für andere Anbaugeräte

und ein integrierter Bindapparat

Hochdynamisch

Simi ist eine ausgezeichnete Alternative für Lasten bis zu 1500 kg. Er arbeitet schnell, ist robust aufgebaut und sorgt zusammen mit dem Kombi-Anbaugerät für höchste Flexibilität. Anwendungsbeispiel: Mit Simi kann die ganze Logistik rund um Abbundanlagen effizient ausgeführt werden. Von der Anlagenbeschickung über die Entnahme bearbeiteter Teile und Zusammenstellung von einzelnen Werkstücken bis zum Weitertransport deckt Simi alle Anforderungen problemlos ab. Auf Wunsch können vordefinierte Positionen halbautomatisch angefahren oder im Maximalausbau vollautomatisch betrieben werden, z. B. im Lagerbetrieb. Die Steuerung ist standardmässig für die Automatisierung vorbereitet. Fazit: Wenn es um die Kommissionierung von Langgut, schweren Platten oder Holzbindern geht, lohnt es sich, die Alternativlösung Simi genauer zu prüfen. Sie werden staunen, welche Lösungsmöglichkeiten für Ihren spezifischen Materialfluss mit Simi realisiert werden können.


Info
Gersag Krantechnik AG
6260 Reiden
Tel. 062 749 11 11
Fax 062 749 11 12
info@gersag-kran.ch
www.gersag-kran.ch



Simi ist die «kleine Schwester» des grossen Gersag-Stapelkrans. (Bilder: Gersag/Feurstein)


Markus Sager: «Mit Simi hat der Anwender eine ausgezeichnete Alternative für Lasten bis zu 1500 Kilogramm zur Hand.»