Eine Publikation der Binkert Medien AG
Flottenmanagement-Software reduziert bei Ritter Sport Gewaltschäden an Staplern : Ausgabe 11/2015, 10.11.2015

Sportlicher und sicherer Materialfluss

«Quadratisch.Praktisch.Gut» Dieser Werbespruch ist vielen geläufig und schon Kinder verbinden mit diesem Satz Leckeres aus Waldenbuch bei Stuttgart. Ritter Sport hat als über 100-Jähriges Familienunternehmen schon seit 1932 Innovationen genutzt, um seine Produkte attraktiver zu machen. Das gilt auch für den Materialfluss und die Staplersicherheit im Unternehmen.

Das süsse Quadrat sollte schon damals in jede Tasche eines Sportjacketts passen. Inzwischen sind weitere Markenzeichen dazu gekommen: Bunte Farben für jede Geschmacksrichtung, den Knickpack sowie das verführerische Geräusch beim Abbeissen. Inzwischen heisst es, neun von zehn Personen mögen Schokolade und der zehnte lügt.

Seit über hundert Jahren ist Ritter Sport erfolgreich, seit den 70er Jahren auch international gegen starken Wettbewerb. Mit über 1000 Mitarbeitern und 380 Mio. Euro Umsatz (2013) gehört Ritter Sport zur Spitzengruppe deutscher Schokoladenhersteller. Rund 30 unterschiedliche Geschmacksrichtungen werden produziert.

Sichere und verlässliche Produktion ist ein Muss

Dazu gehört eine effiziente Produktion sowie eine entsprechende zuverlässige Transportlogistik. Täglich verlassen 2,5 Mio. Schokotafeln das Werk. In der innerbetrieblichen Logistik helfen über 50 Elektrogabelstapler und Hubwagen die vielen Paletten aus der Produktion zur Verpackung und schliesslich über das Transitlager zu versenden. Damit alles sicher und reibungslos abläuft, hat man sich entschieden mit Still zusammenzuarbeiten, dem führenden Anbieter für massgeschneiderte Intralogistiklösungen.

Thomas Roh, Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Ritter Sport sagt: «Still hat das ausgewogenste Komplettprogramm. Ein weiterer Pluspunkt ist das Programm FleetManager 4.x. Hauptsächlich nutzen wir zwei Funktionen, die Zugangsberechtigung und die sogenannte Schockerkennung. Mit der Zugangsberechtigung können jetzt alle Fahrer nur die Fahrzeuge fahren, für die sie eine Einweisung oder einen Führerschein vorweisen können. Insgesamt sind die Schäden an Wänden, Aufzügen und Fahrzeugen seit Einführung des Still-Software-Paketes erheblich reduziert worden.»

Über die Firmenausweiskarte erkennt das Fahrzeug, ob ein Fahrer berechtigt ist den gewünschten Stapler zu bewegen. Erst dann erhält er von der Fahrzeugsteuerung die Freigabe. Der im Fahrzeug befindliche Schocksensor erkennt starke Stösse, wie sie beim Anfahren von Gegenständen entstehen, und meldet dies automatisch weiter. Auch wird die maximale Fahrgeschwindigkeit automatisch reduziert. Der Fahrer muss sich in diesen Fällen das Fahrzeug von einem Verantwortlichen freischalten lassen. So ist das Lagermanagement stets über Anfahrvorfälle informiert.

Anwenderfreundlich dank zentralen Software-Updates

Die webbasierte Software hat eine sehr übersichtliche, immer aktuelle und bedienerfreundliche Oberfläche. «Die IT-Lösung ist absolut stressfrei, denn Software-Updates werden zentral von Still vorgenommen. Neue Fahrzeugdaten können schnell ergänzt, zugeordnet beziehungsweise aktualisiert werden», sagt Roh. Wichtig für die Nutzung war von Anfang an die Einbindung des Betriebsrates in das Projekt. Durch eine entsprechende Betriebsvereinbarung und einer intelligenten Passwortprozedur kann auf fahrerbezogene Daten nur in Ausnahmefällen und nur mit Zustimmung des Betriebsrates zugegriffen werden. Wichtig für Roh ist auch die schnelle Hilfe von Still, wenn besondere Datenreihen angelegt oder ausgewertet werden sollen.

Sicherheit ist Blau

In allen Bereichen sind Fahrzeuge von Still im Einsatz. In der Rohwarenannahme entladen Niederhubwagen EXU 20 die Lkw über die Hubbühne an der Rampe. Ein Stapler übernimmt den Weitertransport zum Produktionslager. Ein blauer Lichtpunkt bewegt sich mit dem Stapler auf dem Hallenboden. Es ist ein sogenanntes Safety-Light, ein blauer Scheinwerfer warnt die Mitarbeiter rechtzeitig vor nahenden Staplern. Die Produktion hat besondere Anforderungen an die Fahrzeuge. So müssen Bigbags für die Dosieranlage von Ingredienzien bei begrenzter Deckenhöhe möglichst hoch gehoben werden. Hierfür sind die Still Hochhubwagen EGV 20 mit speziellen drehbaren Gabelaufnahmen ideal. Unterschiedliche Ladungsträger, z. B. Chep-Paletten, werden von emissionsfreien Elektrostaplern RX 20-15 bewegt. Ihr Vorderradantrieb ist ideal auch für die Rampenauffahrten mit Steigungen. Für den schnellen Horizontaltransport von der Produktion zum Warenausgang setzt Ritter Sport auf Still FU-X Niederhubwagen mit Fahrersitz für angenehmes ergonomisches Fahren auf rund 50 Meter langen Fahrstrecken. Vor dem Versand werden die Waren palettiert und mit Kunststofffolie umwickelt.

Alle Fahrzeuge sind mit einem Kartenlesegerät ausgestattet, auch markenfremde Fahrzeuge wurden damit ausgerüstet. Ergänzend zur Zugangsberechtigung und Schockerkennung sind weitere Anwendungen möglich. Zum Beispiel die Auswertung der Fahrzeugauslastung.

Fazit

Thomas Roh resümiert: «Die Sicherheit bei der Fahrzeugnutzung ist auf hohem Niveau. Das Ziel Schäden zu vermeiden wurde mit Einführung des FleetManagers 4.x erreicht. Es wird seitdem viel sorgfältiger mit den Fahrzeugen umgegangen.»


Info
Still AG
8112 Otelfingen
Tel. 044 846 51 11
Fax 044 846 51 21
info@still.ch
www.still.ch



Staplereinsatz im Produktionslager. (Bilder: Still)


Freischaltung mit Firmenausweiskarte.