Eine Publikation der Binkert Medien AG
Fördertechnik: 01.09.2015

Jungheinrich hebt Prognose für Geschäftsjahr 2015 an

Der Jungheinrich-Konzern ist im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2015 deutlich gewachsen. Der Konzernumsatz stieg um 13 Prozent (1. Halbjahr 2015: plus 10 Prozent), während der wertmäßige Auftragseingang um 9 Prozent (1. Halbjahr 2015: plus 10 Prozent) zulegte. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) und das Ergebnis nach Steuern lagen im 2. Quartal 2015 jeweils um 21 Prozent über dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahreszeitraumes. Im 1. Halbjahr 2015 stiegen EBIT und Ergebnis nach Steuern um 14 bzw. 15 Prozent. Der Vorstand hat angesichts dieser positiven Entwicklung die Prognose für das laufende Geschäftsjahr hinsichtlich Auftragseingang, Umsatz, EBIT und Ergebnis vor Steuern (EBT) angehoben.

Markt

Die weltweite Nachfrage nach Flurförderzeugen stieg im 1. Halbjahr 2015 um 3 Prozent auf 574,1 Tausend Fahrzeuge (Vorjahr: 556,8 Tausend Fahrzeuge). Europa, der Hauptabsatzmarkt für Jungheinrich, verzeichnete ein Wachstum von 9 Prozent. In Westeuropa nahm die Nachfrage um 13 Prozent zu, während das Marktvolumen in Osteuropa, bedingt durch einen sehr starken Marktrückgang in Russland, um 14 Prozent sank. Der osteuropäische Markt ohne Russland wies ein Wachstum von 8 Prozent auf. In Asien ging das Marktvolumen um 3 Prozent zurück, im Wesentlichen bedingt durch die rückläufige Nachfrage nach verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstaplern in China. Der asiatische Markt ohne China wuchs um 8 Prozent. Die Nachfrage in Nordamerika legte um 11 Prozent zu.

Auftragseingang

Der wertmäßige Auftragseingang des Jungheinrich-Konzerns, der alle Geschäftsfelder umfasst, lag im 2. Quartal 2015 mit 703 Millionen Euro um 9 Prozent über dem Vorjahreswert (646 Millionen Euro). Im 1. Halbjahr 2015 stieg der Auftragseingang um 10 Prozent auf 1.369 Millionen Euro gegenüber dem Wert im Vorjahreszeitraum (1.246 Millionen Euro). Der Auftragsbestand des Neugeschäftes lag zum 30. Juni 2015 mit 471 Millionen Euro um 92 Millionen Euro beziehungsweise 24 Prozent über dem Bestandswert zum Jahresende 2014. Die Auftragsreichweite lag weiterhin bei vier Monaten.

 

Umsatz

Der Konzernumsatz stieg im 2. Quartal 2015 um 78 Millionen Euro bzw. 13 Prozent auf 680 Millionen Euro (Vorjahr: 602 Millionen Euro). Kumuliert lag der Konzernumsatz im 1. Halbjahr 2015 mit 1.300 Millionen Euro um 10 Prozent über dem Vorjahreswert (1.177 Millionen Euro). Alle Geschäftsfelder trugen zu diesem Umsatzwachstum bei. Die Erlöse im wichtigsten Einzelmarkt Deutschland legten in den ersten sechs Monaten 2015 um 7 Prozent auf 326 Millionen Euro zu (Vorjahr: 306 Millionen Euro). Die Auslandsumsätze stiegen um 12 Prozent auf 974 Millionen Euro (Vorjahr: 871 Millionen Euro). Besonders kräftig fiel der Anstieg des außereuropäischen Umsatzes mit 19 Prozent aus, getragen von einem starken Wachstum in China. Die Auslandsquote erhöhte sich von 74 Prozent auf 75 Prozent.

 

Wesentlicher Treiber für den stark gestiegenen Konzernumsatz im 1. Halbjahr 2015 waren die hohen Umsatzzuwächse des Neugeschäftes im 2. Quartal. Kumuliert erzielte der Jungheinrich-Konzern in den ersten sechs Monaten im Neugeschäft eine Umsatzsteigerung um 11 Prozent auf 698 Millionen Euro (Vorjahr: 627 Millionen Euro). Das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft wuchs insgesamt um 11 Prozent auf 231 Millionen Euro (Vorjahr: 208 Millionen Euro). Der Kundendienstumsatz erhöhte sich um 8 Prozent auf 385 Millionen Euro (Vorjahr: 356 Millionen Euro). Der Umsatz im Finanzdienstleistungsgeschäft stieg um 11 Prozent auf 313 Millionen Euro (Vorjahr: 283 Millionen Euro).

 

Ergebnis

Der Jungheinrich-Konzern hat sein EBIT im 2. Quartal 2015 aufgrund der hohen Produktionsstückzahlen um 21 Prozent auf 56,3 Millionen Euro (Vorjahr: 46,4 Millionen Euro) gesteigert. Die entsprechende Umsatzrendite (EBIT-ROS) im 2. Quartal erreichte 8,3 Prozent (Vorjahr: 7,7 Prozent). Kumuliert stieg das EBIT im 1. Halbjahr 2015 um 14 Prozent auf 98,6 Millionen Euro (Vorjahr: 86,6 Millionen Euro). Die entsprechende Umsatzrendite (EBIT-ROS) betrug zur Jahresmitte 7,6 Prozent (Vorjahr: 7,4 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern lag im 2. Quartal 2015 mit 36,6 Millionen Euro um 21 Prozent über dem Vorjahreswert (30,2 Millionen Euro) und wies im ersten Halbjahr 2015 kumuliert ein Plus von 15 Prozent auf 64,2 Millionen Euro auf (Vorjahr: 55,9 Millionen Euro). Entsprechend betrug das Ergebnis je Vorzugsaktie in diesem Zeitraum 1,92 Euro (Vorjahr: 1,68 Euro).