Eine Publikation der Binkert Medien AG
Effizienz in der Lagerhaltung: 03.01.2017

Methoden der Intralogistik

Der Begriff der Intralogistik umfasst im Wesentlichen die Herausforderungen der Planung, Umsetzung sowie fortwährenden Optimierung von innerbetrieblichen Materialflüssen. Dies betrifft im Besonderen Industriebetriebe, Handelsbetriebe und öffentliche Einrichtungen. Die Aufgabe der Intralogistik umfasst technische Einrichtungen und Systeme, Dienstleistungen sowie den damit in Zusammenhang stehenden Personaleinsatz und Energieeinsatz.

Intralogistische Systeme finden sich in nahezu jeder Art von Unternehmen. Besonders augenfällige Beispiele finden sich in den Branchen Maschinenbau, Zustelldienste, Fahrzeugbau, Flughäfen und Seehäfen.

Intralogistik und Lagerhaltung: Effizienz in der Strukturierung

Hauptaufgabe der Intralogistik ist die effiziente Gestaltung betriebsinterner Materialflüsse. Die Optionen und Möglichkeiten dieser Herausforderung sind so vielseitig wie die Unternehmen selbst, die intralogistische Systeme für die effiziente Strukturierung ihrer Lagerhaltung einsetzen. Als kleinste gemeinsame Nenner einer rationell strukturierten betriebsinternen Logistik haben sich aber unter anderem folgende Aspekte herauskristallisiert:

Die Struktur des Lagers: Bestandsaufnahme und Einteilung des Bestands

Wichtige Faktoren zur Einteilung und Bestandsaufnahme des Lagers umfassen Angaben zu den gelagerten Gütern wie Größe, Gewicht, Volumina sowie Abruffrequenz. Eine umfassende Analyse des Lagers bezieht sich auf sämtliche eingelagerten Güter. So stellt sich heraus, dass bestimmte Güter oder Warengruppen sehr selten frequentiert werden und im Lager weiter entfernt oder schlechter zugänglich sind und damit längere Wege und damit höhere Kosten bedeuten. Daher bieten sich Gesamtlösungen an, die bestimmte Warengruppen integrativ zusammenfassen. Solch eine Gesamtlösung erfordert nicht, alle Waren mit einer separaten Strategie zu betrachten. Eher geht es darum, den warengruppenspezifischen Unterschieden hinsichtlich Qualität und Quantität gerecht zu werden. Unternehmen haben also die Aufgabe, für jede Produktgruppe und deren Anforderungen eine optimale Lösung im Lager zu finden. Hierbei findet sich eine Vielzahl an Lösungen für unterschiedliche Produktgruppen, die sich im Hinblick auf Aufwand und Kosten stark voneinander unterscheiden. An dieser Stelle findet sich ein umfassendes Angebot an durchdachten Lösungen für die Lagerhaltung.

Prozessautomatisierung in der Ein- und Auslagerung

Automatisierung der Prozesse in der Lagerhaltung ermöglicht höhere Geschwindigkeit und größere Präzision. Die Einlagerung und Auslagerung gehen in kürzerer Zeit vonstatten und zudem werden menschliche Fehler vermieden. Diese Form der Automatisierung kommt auch der Produktivität zugute. Vorzüge finden sich zudem in höherer Pick-Präzision und dem abnehmenden Platzbedarf im Lager. Zu den weiteren Vorteilen gehören optimierte Lenkungsmöglichkeiten durch Softwaresteuerung sowie eine verbesserte Verwaltung des Bestandes. Überdies werden Lagerarbeiter entlastet, wenn der Transport der Waren direkt erfolgt.

 

Optimale Lagerplätze für den Bestand finden

Das Auffinden von optimalen Lagerplätzen bei der Einlagerung ermöglicht eine entsprechend problemlose Auslagerung der Bestände. Zudem bedeutet eine korrekte Einlagerung eine große Platzersparnis, schafft mehr Lagerraum und kürzt die Laufwege. Von Vorteil ist die durchdachte Einlagerung auch mit Bezug zu Abrufzeiten und Suchzeiten.

Um eine angemessene Lagerposition für die unterschiedlichen Gütergruppen zu finden, ist eine genaue Kenntnis ihrer Eigenschaften von Bedeutung. Hierzu gehören qualitative Produktmerkmale wie Größe, Volumen und Gewicht. Aber auch quantitative Merkmale wie Abruffrequenz und die Gesamtzahl aktuell lagernder Güter sind wichtig. Ebenso sind warenspezifische Anforderungen an die Lagerung nicht zu vergessen. Gute Software-Lösungen zur Güterverwaltung können auf dieser Datengrundlage den Warengruppen einen optimalen Standort zuweisen.

Fazit

Die betriebsinterne Herausforderung der Intralogistik trägt bei angemessener Umsetzung nicht nur zu Effizienzgewinn in der Lagerhaltung bei. Ganze betriebliche Abläufe lassen sich intralogistisch optimieren. Der Übergang zur Industrie 4.0 verdrängt das Bild der herkömmlichen Lagerverwaltung mit Paletten und Gabelstaplern und ebnet den Weg in eine Produktionswelt mit durchdachten technischen Systeme und flächendeckender Vernetzung der betrieblichen Prozesse.

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Die Automatisierung der Prozesse in der Lagerhaltung ermöglicht höhere Geschwindigkeit und größere Präzision.