Eine Publikation der Binkert Medien AG
GIS-Vakuum-Handlingsysteme in der Türenproduktion : Ausgabe 10/2017, 16.10.2017

Eine Person transportiert sperrige Güter mühelos

Bei Türenmeier in Biberist werden Holzplatten ab Lager massgenau zugeschnitten und zu individuellen Türen weiterverarbeitet. In der neu bezogenen Halle erledigt eine Person das Materialhandling sicher und mühelos alleine. Möglich macht dies eine GIS-Krananlage, die zwei unterschiedliche Vakuumhandlingsysteme bereichsübergreifend optimal vereint.

Das regional stark verankerte Familienunternehmen Meier Schreinerei und Innenausbau GmbH wird heute in vierter Generation geführt. 1926 gegründet, erbringt die Firma sämtliche Arten von Schreinerarbeiten. Seit einigen Jahren erfolgt eine Fokussierung auf den Türenbau unter dem Namen Türenmeier. In den bisherigen Räumlichkeiten erschweren jedoch Platzprobleme die Betriebsabläufe zunehmend, sodass man im Herbst 2016 erstmals eine neue Halle in Biberist besichtigt, um dort Mitte Januar 2017, mit lediglich zwei Wochen Unterbruch, die Türenfertigung wieder aufzunehmen.

Plattenzuschnitt leicht gemacht

Ein Hubstapler holt Spanplatten aus dem Plattenlager oder vom Lastwagen und liefert sie zum Zuschneiden an. Direkt ab Stapler wird eine Grossformatplatte vom GIS Vakuum-Handlingsystem GNK angehoben, elektrisch um 90° gekippt und einer vertikalen Säge zugeführt. Es steht eine maximale Traglast von 250 kg zur Verfügung. Zwei grosse Saugflächen sorgen für sicheren Kraftschluss. Sie lassen sich einfach an der Haupttraverse in Längsrichtung verschieben und um 90° drehen, sodass eine schnelle Anpassung an unterschiedliche Plattengrössen gewährleistet ist. Diese Arbeiten erledigt eine Person spielend leicht.

GIS GP500: sanft, ruckfrei und schnell

Die Hubarbeit erledigt ein neuer Elektrokettenzug GP500, hier in der Ausführung mit Frequenzumrichter. Er hebt einsträngig Lasten bis 400 kg sanft und ruckfrei an und bietet zwei stufenlos wählbare Hubgeschwindigkeiten bis maximal 13.9 m/min. Einige seiner herausragenden Eigenschaften sind: eine Profilstahlkette mit mindestens achtfacher Sicherheit, sämtliche Wellen-Nabenverbindungen in Polygonausführung, welche die Servicekosten reduzieren, sowie die Schutzart IP 65 als Standard für Staubdichtheit und Strahlwasserschutz.

Das Vakuum-Handlingsystem mit Kettenzug ist an einem von total zwei Kranträgern angebracht. Dank Kunstoff-Leichtlaufrollen erfolgt die manuelle Fahrt spielend leicht. Die Bedienperson steht immer gefahrlos ausserhalb des Lastbereichs und bedient sämtliche Vorgänge an der übersichtlichen und ergonomischen Steuereinheit des Vakuumhebers. Ein an Kabelwagen aufgehängtes Flachkabel sowie ein Spiralkabel stellen die Stromversorgung sicher.

Seitlich angebracht und frei schwebend

Ebenfalls manuell fahrbar am zweiten Kranträger befestigt ist ein Schlauchheber des Typs Schmalz Vacuhandling JumboErgo 110. Sicheres Anfassen und eine stufenlos regelbare Hubgeschwindigkeit bis 30 m/min, auschliesslich mit der Kraft des Vakuums, sind seine Stärken. Mit ihm kann eine Person mühelos, schnell und schonend flächige Lasten bis 110 kg, wie Türen, ab Stapel zur CNC-Fräse bringen oder nach der Bearbeitung abholen.

Die gesamte Leichtkrananlage stammt aus dem GIS-Kranbaukasten. Ihre Kranträger sind seitlich mittels Kragarmen an Stahlstützen der Halle aufgehängt. So wird die Hallendecke nicht belastet und der Raum oberhalb der Krananlage bleibt frei für andere Installationen, wie Lüftungsrohre und Beleuchtung.

Neue Handlinglösung partnerschaftlich realisiert

Am GIS-Stand der Messe Holz in Basel entstehen gemeinsame erste Ideen zur künftigen Krananlage. Türenmeier entscheidet sich für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Kranspezialisten aus Schötz. Auf eine Fremdevaluation wird verzichtet. Ende Oktober 2016 bestellt man die neue Handlinglösung und Anfang Januar erfolgen bereits Montage sowie Inbetriebnahme. Das gegenseitige Vertrauen hat sich gelohnt, denn die neue Anlage bedient die beiden Bereiche Plattenzuschnitt und CNC-Fräsung mit massgeschneiderten, wirtschaftlichen Lösungen. Beide Vakuumheber lassen sich bereichsübergreifend einsetzen, was die Flexibilität der Krananlage weiter erhöht.

Schweizer Tugenden, wie Zuverlässigkeit, Termintreue und Langlebigkeit stehen bei GIS unter dem Motto «Swiss Lifting Solutions» im Mittelpunkt aller Tätigkeiten. 2017 feiert der Kranspezialist aus Schötz das 60-jährige Firmenbestehen.


Info
GIS AG
Swiss Lifting Solutions
6247 Schötz
Tel. 041 984 11 33
Fax 041 984 11 44
tel@gis-ag.ch
www.gis-ag.ch



Die beiden Handlinglösungen können bereichsübergreifend eingesetzt werden. Gut sichtbar ist die spezielle Aufhängung des Kransystems an Kragarmen.


Eine Grossformatplatte wird vom Stapler angehoben, um 90° gekippt und zur Vertikalsäge gefahren. Gesteuert werden alle Vorgänge an der ergonomischen Zweihandbedienung. (Bilder: GIS AG)


Mit dem manuell fahrbaren Schmalz Vacuhandling JumboErgo 110 erfolgt der Transport der Türen zur CNC-Fräse und nach Bearbeitung zur nächsten Station.

Fokus: Steckbrief der GIS-Krananlage

Das Leichtkransystem GISKB überdeckt einen rechteckigen Hallenbereich von 15,6 m × 5,0 m. Die Hohlprofile für Kranträger und Kranbahn bestehen aus Stahl.

Die seitlich an Stahlstützen der Halle angebrachte Aufhängung der Kranträger mittels Kragarmen belastet die Decke nicht und lässt den darüberliegenden Hallenbereich frei.

Zwei manuell verschiebbare Kranträger nehmen unterschiedliche Vakuumheber auf: zur Beschickung der Plattensäge und für das Materialhandling der CNC-Fräse.

Ein Team bestehend aus Elektrokettenzug der neusten Generation GP500 und Vakuumheber GIS GNK250 transportiert Holz-Grossformatplatten ab Stapler zur vertikalen Säge. Sie lassen sich linear und stufenlos 90 ° um die horizontale Achse kippen. Die maximale Tragfähigkeit des Vakuumhebers beträgt 250 kg. (Ab Werk sind Tragfähigkeiten bis 500 kg möglich).

Der Elektrokettenzug GP500, hebt ab Werk einsträngig Lasten bis 800 kg (max. 1250 kg im zweisträngigen Betrieb). Herausragende Eigenschaften des GIS-GP-Hebezugs sind: Profilstahlkette mit mindestens achtfacher Sicherheit, sämtliche Wellen-Nabenverbindungen in Polygonausführung, welche die Servicekosten reduzieren, Schutzart IP 65 als Standard für Staubdichtheit und Strahlwasserschutz und drei Jahre Garantie.

Der im Kettenzug integrierte Frequenzumrichter sorgt für sanften Anlauf, bietet zwei stufenlos regelbare Hubgeschwindigkeiten (1,3 bis 13,9 m/min) und ermöglicht so schonendes, schwingungsfreies Positionieren der Last.

Über die zentrale Bedieneinheit des Vakuumhebers werden sämtliche elektrischen Hubbewegungen gesteuert. Die Zweihandbedienung sorgt für sicheres Lösen der Last. Fester Kraftschluss, dank Lastaufnahme mit zwei von Gummilippen abgedichteten Saugflächen. Sie sind in Längsrichtung an der Haupttraverse verschiebbar, um 90 ° drehbar und einzeln abschaltbar. Aufgrund der schmalen Bauweise können auch Abschnitte ab 300 mm angesaugt werden.

Langlebige Stromzuführung mittels Spiralkabel sowie Kabelwagen mit Schleppkabel.

Systemüberwachung durch einen elektronischen Unterdruckschalter, der beim Unterschreiten des Sollwertes ein optisches Signal auslöst.

Der Vakuumheber erfüllt die Europäische Norm EN 13155. Sein leistungsstarker Seitenkanalverdichter sorgt für eine kontinuierliche und sichere Vakuumerzeugung. Die im Verdichter eingebaute Schwungmasse gewährleistet das langsame Abfallen des Vakuums bei Stromunterbruch.

Ein leicht ablesbares Manometer, für Betriebsbereitschaft, ermöglicht die Überwachung des Vakuums.

Mit dem ebenfalls manuell fahrbaren Schmalz Vacuhandling JumboErgo 110 erfolgt der Transport unter anderem von Türen rund um die CNC-Fräse. Lasten bis 110 kg lassen sich schnell, schonend und mit stufenlos regelbarer Hubgeschwindigkeit (0 bis 30 m/min) sicher fassen.