Eine Publikation der Binkert Medien AG
Kasto macht aus überschüssiger Bewegungsenergie Strom : Ausgabe 05/2017, 08.05.2017

Spart Strom bei jedem Lagervorgang

Steigende Strompreise und immer knapper werdende Ressourcen rücken energieeffiziente Lösungen quer durch sämtliche Branchen in den Fokus – auch in der Logistik und Distribution.

Der Lager- und Sägetechnik-Spezialist Kasto hat deshalb für seine automatischen Langgut- und Blechlagersysteme ein innovatives Konzept zur Energierückspeisung und Energiespeicherung entwickelt. Überschüssige Bewegungsenergie lässt sich damit in elektrischen Strom umwandeln, zwischenspeichern und somit flexibel nach Bedarf nutzen – das senkt die Betriebs- und Investitionskosten sowie den CO2-Ausstoss. Die Energierückspeisung ist bereits seit Jahren für alle Kasto-Lagersysteme optional erhältlich.

Zwischenkreiskopplung

Dabei werden die Stromkreise der Antriebsachsen des eingesetzten Regalbediengeräts (RBG) über eine Zwischenkreiskopplung miteinander verbunden. Überschüssige Bewegungsenergie, die beispielsweise beim Abbremsen des RBG oder beim Senken des Hubwerks entsteht, lässt sich damit in Strom umwandeln und in das Netz zurückspeisen. So kann der Anwender diese Energie effektiv nutzen – entweder innerhalb des Lagers oder für weitere im Firmennetz angeschlossene Verbraucher. Der Stromverbrauch der Lagertechnik lässt sich im Vergleich zu konventionellen Antriebssystemen um bis zu 40 Prozent reduzieren.

Integrierter Energiespeicher

Um die Effizienz noch weiter zu verbessern, stattet Kasto seit kurzem seine Lagersysteme auf Wunsch auch mit einem integrierten Energiespeicher aus. Die überschüssige und zurückgewonnene Energie wird dabei in Doppelschichtkondensatoren zwischengespeichert und damit flexibel nutzbar gemacht. Eine intelligente Regelung lädt und entlädt den Energiespeicher abhängig vom gerade laufenden Prozess. Die Energie bleibt bis zur Wiederverwendung im System. Durch einen nahezu konstanten Leistungsbezug aus dem Stromnetz kann die Netzperipherie im Nennlastbetrieb arbeiten. Anwender können so die Anschlussleistung des Regalbediengerätes zusätzlich um mehr als 50 Prozent reduzieren. Auch werden durch den Energiespeicher Lastspitzen vermieden, was weitere Kosten einspart.

Kurze Amortisationszeit

Neben einem erheblich geringeren Stromverbrauch und CO2-Ausstoss bietet die neue Technologie von Kasto einen weiteren Vorteil: Lagerbetreiber können durch den niedrigeren Energiebedarf oftmals auch mit kleineren Trafostationen planen und arbeiten. Damit sinken nicht nur die Betriebs-, sondern auch die Investitionskosten. Dies sorgt dafür, dass sich die Anschaffung schon nach kürzester Zeit amortisiert. Auch bestehende Kasto-Lagersysteme lassen sich nachträglich mit einer Energierückspeisung und Energiespeicherung ausrüsten.

Über Kasto

Die Kasto Maschinenbau GmbH & Co. KG mit Sitz im badischen Achern ist auf Säge- und Lagertechnik für Metall-Langgut spezialisiert. Das Unternehmen ist weltweiter Markt- und Technologieführer für Metallsägemaschinen, halbautomatische und automatische Langgut- und Blechlagersysteme sowie automatische Handlingeinrichtungen für Metallstäbe, Bleche und Zuschnitte. Kasto feierte 2014 sein 170-jähriges Bestehen und zählt somit zu den ältesten Familienbetrieben in ganz Europa. 160 Patente, mehr als 140 000 in alle Welt gelieferte Sägemaschinen und über 1800 installierte Automatiklager zeugen vom Erfolg des Unternehmens. Neben einem Zweigwerk im thüringischen Schalkau verfügt Kasto über Tochtergesellschaften in England, Frankreich, Singapur, der Schweiz und den USA.


Info
Kasto Schweiz AG
4310 Rheinfelden
Tel. 0800 618 000
info@ch.kasto.com
www.kasto.com



Kasto hat für seine automatischen Lagersysteme ein innovatives Konzept zur Energierückspeisung und Energiespeicherung entwickelt. (Bilder: Kasto)


Überschüssige Bewegungsenergie lässt sich damit in elektrischen Strom umwandeln, zwischenspeichern und somit flexibel nach Bedarf nutzen.