Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Leise und kompakte Anlage für das Order Fulfillment von Fotobüchern bei CEWE : Ausgabe 03/2018, 06.03.2018

Schweizer Präzision auf engstem Raum

Die denisort-Linie bei Europas führendem Fotoservice-Anbieter CEWE Stiftung & Co. KGaA am Standort Germering/München trägt entscheidend zur Order Fulfillment-Optimierung des Dienstleisters bei. Realisiert wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Partner Denipro AG aus Weinfelden.

Die Anlage ist in eine Bestandsimmobilie mit sehr engen Platzverhältnissen eingebaut worden. Sie nützt die 3D-Fähigkeit des denipro-Systems voll aus: Auf dem in vier Metern Höhe direkt an der Decke angebrachten Rücklauf werden die zu ihrer Leerung nach beiden Seiten kippbaren Schalen kopfüber gedreht, bevor sie wieder in normaler Position an ihren Ausgangspunkt zurückkehren. Neben der Kompaktheit der Anlage war für den Denipro-Kunden entscheidend, dass die denisort-Technologie sehr leise funktioniert. Denn dies schont die Ohren und Nerven der in der Halle tätigen CEWE-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter. Pro Stunde verarbeitet die denisort-Linie zwischen 1700 und 2500 CEWE- Fotobuchpäckchen.

«Best in Print»

«Best in Print» lautet das Motto von CEWE. Dieses Credo des Fotoservice-Spezialisten gilt nicht nur für die Produktion der renommierten CEWE-Fotobücher und CEWE-Fotokalender, sondern auch für deren Auslieferung. Dementsprechend hatte Denipro als Systemanbieter von vornherein hohe Ansprüche zu erfüllen, um am CEWE-Standort Germering bei München die Prozesse im Bereich Warenversand zu optimieren. Die von Denipro vorgeschlagene Lösung mit einer platzsparenden denisort-Anlage fand sehr schnell die Zustimmung des Kunden. Ausschlaggebend dafür war neben der sprichwörtlichen Schweizer Präzision bei der technischen Umsetzung die verbindliche Zusage, das Projekt innerhalb des sehr straffen Zeitplans von nur fünf Monaten zu realisieren. Die Linie musste noch im Oktober in Betrieb gehen, damit CEWE für das Weihnachtsgeschäft gerüstet war, bei dem vor allem die beliebten CEWE-Foto-Adventskalender sehr gefragt sind. Auch das kompakte Layout der denisort-Anlage, welche die Pakete nach Destinationen vorsortiert, war für die Entscheidung des Kunden ein gewichtiges Argument. Mit ihrer Kettenlänge von nur 57 Metern liess sich die denisort-Linie perfekt in den vorhandenen Gebäudetrakt im Industriegebiet des Münchner Vororts integrieren. Der Clou dabei: Aus Platzgründen verläuft der auf beiden Seiten in engen Kurvenradien um 90 Grad gedrehte Rücklauf in vier Metern Höhe oben an der Hallendecke. Dabei werden die leeren Kippschalen auf den Kopf gestellt. Diese Lösung war möglich, weil im Gegensatz zum finnischen Buchgrossisten Kirjavälitys Oy, bei dem Denipro gegenwärtig eine ähnliche Anlage installiert, in Germering die denisort-Linie nicht zusätzlich noch als Puffer eingesetzt wird.

Hoher Durchsatz

Je nach Auslastung und verarbeitetem Produkt schwankt der Durchsatz auf der denisort-Anlage bei CEWE zwischen 1700 und 2500 Gebinden pro Stunde. Wegen der manuellen Bestückung läuft die Förderkette vergleichsweise langsam: Die Geschwindigkeit variiert zwischen 0,3 und 0,5 Metern pro Sekunde. Theoretisch könnte die denisort-Technologie die Spitzenleistung von 1,3 Metern pro Sekunde erzielen. Aufgrund der geringen Auflagepunkte sind die 650 mal 450 Millimeter grossen Schalen nach allen vier Richtungen besonders stark versteift, um die notwendige Stabilität zu bieten. Sie stellen innerhalb des standardmässig offerierten denisort-Schalensortiments die Maxi-Version dar. Der Barcode, der dort von einer CEWE-Mitarbeiterin oder einem CEWE-Mitarbeiter hineingelegten Fotobuchpäckchen, wird gescannt. Auf diese Weise lässt sich das Förder- und Sortiergut permanent digital nachverfolgen; denn die denisort-Anlage ist über ein Ethernet-Gateway mit dem übergeordneten Warehouse Management System (WMS) von CEWE verbunden. Das genannte Interface beinhaltet auch die Kommunikationsschnittstelle zur Sorter-Steuerung. Zur Ausschleusung des Förderguts sendet das WMS eine Nachricht an die entsprechende Zielrutsche. Dabei neigt und öffnet sich die Kippschale ganz nach Bedarf mal zu der einen oder zu der anderen Seite. Insgesamt verfügt die Linie über 60 Sortierstationen, deren Fördergut per Barcode gelesen wird. Zu diesen kommen noch zwei weitere hinzu, auf denen Produkte ohne Erfassung verarbeitet werden. Die Rutschen, auf denen die Gebinde sanft in die bereit stehenden fahrbaren Kunststoff-Container hineingleiten, sind so konstruiert, dass das Fördergut bei dieser Prozedur keinen Schaden nimmt.

«Rollen statt gleiten»

Wie alle anderen Denipro-Systeme kommt die vom bewährten deniway-Förderer abgeleitete denisort-Technologie mit nur wenigen Antrieben aus. Sie ist nicht nur besonders leichtgängig, sondern arbeitet äusserst energieeffizient nach dem Prinzip «Rollen statt gleiten». CEWE profitiert so durch geringeren Energieverbrauch und CO2-Ausstoss wie durch minimale Betriebskosten. Doch das ist noch nicht alles: Die sehr leise laufenden Rollen, die kaum zu hören sind, beeinträchtigen die in der Halle direkt an der Anlage arbeitenden CEWE-Beschäftigten in keiner Weise. Auch aus diesem Grund stiess die neue Denipro-Technologie schon nach kurzer Zeit auf grosse Akzeptanz bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Germering. Sie haben die nun seit drei Monaten reibungslos laufende Anlage inzwischen sehr zu schätzen gelernt.


Info
Denipro AG
8570 Weinfelden
Tel. 071 626 47 47
Fax 071 626 48 48
info@denipro.com
www.denipro.com

LogiMAT 2018: Halle 3, Stand 3C03



Kompakte Anlage für optimales Order Fulfillment: Das denisort-System bei CEWE in Germering bei München. (Bilder: Denipro)


Kopfüber beim Rücklauf: Denipro konstruierte für CEWE eine denisort-Anlage. Sie nutzt die 3D-Fähigkeit des Systems perfekt aus.

Die Entscheidung: Wenn Sie mich fragen...


Otmar Feurstein Chefredaktor Material Handling

Die Projektrealisierung von Denipro bei CEWE in Germering/Deutschland bietet folgende Highlights:

Anlageninstallation auf engstem Raum

Schweizer Präzision

minimaler Energieverbrauch

hoher Durchsatz

Wer diese Anlage selber gesehen hat, ist beeindruckt von der Ingenieurskunst bei Denipro. Den Schalensorter denisort in einem dermassen engen Raum unterzubringen, verdient Anerkennung. Wir gratulieren.